Wenn Essen krank macht

31. Mai 2019

Wer sich nach dem Essen unwohl fühlt oder Bauchschmerzen hat, denkt oft zuerst an eine Allergie. Denn Nahrungsmittel wie Fisch, Erdnüsse, Gluten, Milch oder Eier können allergische Reaktionen auslösen. Doch nicht jedes Grummeln ist Anzeichen für eine Allergie. Auch eine Unverträglichkeit kann in Frage kommen. Eine klare Unterscheidung hilft, da sich hinter beiden verschiedene Wirkprinzipien verbergen.

Nur etwa fünf Prozent der Erwachsenen haben eine Lebensmittelallergie. Entsprechend weisen also deutlich weniger Menschen als gedacht tatsächlich allergische Reaktionen gegenüber bestimmten Lebensmitteln auf. Genau feststellen lässt sich dies im ersten Schritt über Haut- und/oder Bluttests bei einem Allergologen. Doch wodurch unterscheidet sich eine Allergie von einer Unverträglichkeit (Intoleranz)? Unsere Übersicht erklärt Ihnen das Wichtigste in aller Kürze:

LebensmittelallergieLebensmittelunverträglichkeit
  • Das Immunsystem reagiert auf eigentlich harmlose Eiweiße und bildet Antikörper.
  • Der Körper kann bestimmte Stoffe schlecht verdauen oder abbauen.
  • Juckreiz, Hautausschlag, Schwellung in Mund/Rachen, ggf. Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit
  • Blähungen, Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall
  • Beschwerden treten meist direkt auf.
  • Beschwerden treten meist nach einigen Stunden auf.
  • Bereits kleine Mengen führen zu einer deutlich sichtbaren Reaktion.
  • Kleine Mengen werden meist gut vertragen.

Die Ursachen für die fehlgesteuerte Reaktion des Immunsystems sind bislang nicht vollständig geklärt. Für die Betroffenen bedeutet das oft: Zahlreiche Essgewohnheiten verändern, da schon geringste Mengen eines Lebensmittels die Beschwerden hervorrufen und sogar bis zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock führen können. Die beste Therapie ist Verzicht. Außerdem kann eine Ernährungsberatung helfen zu erkennen, wie sich Allergieauslöser vermeiden und bei Bedarf ersetzen lassen. 

Noch drei Tipps für den Alltag: Führen Sie ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch. Das hilft Ihnen und Ihrem Arzt herauszufinden, ob Sie eine Allergie oder eine Unverträglichkeit haben. Meiden Sie Fertigprodukte, denn oft sind nicht alle Inhaltsstoffe aufgelistet, die allergische Reaktionen hervorrufen können. Schützen Sie sich und kochen Sie stattdessen frisch und essen Sie vorwiegend unverarbeitete Lebensmittel.

Weitere Tipps finden Sie unter:
Beim DAAB (Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V.) kann man ein Ernährung-Symptom-Tagebuch bestellen.